Die Geschichte der deutschen Forstunternehmer als Berufsgruppe ist erst einige Jahrzehnte alt. Entstanden aus Neben- und Zuerwerbsbetrieben im ländlichen Raum, haben sich die Unternehmen den Herausforderungen gestellt und die forsttechnische Entwicklung und den überbetrieblichen Forstmaschineneinsatz prägend mit bestimmt und mit getragen.
Heute ist der Forstunternehmer als vielseitiger professioneller Dienstleister für alle Waldbesitzarten ein verlässlicher und kompetenter Partner. Seine Leistung ermöglicht erst die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forst- und Holzwirtschaft.
Im Zusammenspiel zwischen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und einer leistungsstarken Holzindustrie kommt den Forstunternehmern eine bedeutende Brückenfunktion zu.
Wichtige soziale, ökologische und ökonomische Standards werden erfüllt. Der Großteil aller deutschen Forstunternehmen ist nach anerkannten Systemen und Normen qualifiziert und zertifiziert.
Der Stellenwert und die Bedeutung der deutschen Forstunternehmer hat sich durch Umstrukturierung zahlreicher staatlicher und privater Forstverwaltungen erheblich verändert. Aus dem Lückenbüßer mit Feuerwehrfunktion ist ein unentbehrlicher Leistungsträger geworden. Der jährliche Produktionswert der Branche ist bedeutend. Forstunternehmer sind ein wichtiger Geschäftspartner der Forstmaschinenindustrie und des forstlichen Fachhandels. Qualitativ hochwertige Dauerarbeitsplätze im ländlichen Raum werden somit in allen Unternehmen gesichert. Die überwiegend klein- und mittelgroß strukturierten Familienbetriebe stehen im vollen unternehmerischen Risiko, sie haben allerdings auch den Vorteil, flexibel
auf unterschiedliche Entwicklungen reagieren zu können.
Nach neuen Erhebungen decken deutsche Forstunternehmer flächenmäßig alle nationalen Waldgebiete ab, sodass jeder Waldbesitzer in unmittelbarer Nähe auf einen dieser zertifizierten Dienstleister ohne weite Anfahrtswege zurück greifen kann. In der Regel haben sich ohnehin über viele Jahre, oft Jahrzehnte stabile und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen im Rahmen einer guten Nachbarschaft zwischen Waldbesitzer, beratendem Förster und ihrem Forstunternehmer entwickelt. In vielen kritischen Situationen hat sich diese Zusammenarbeit bewährt.
Der Deutsche Forstunternehmerverband und seine Landesverbände gestalten und entwickeln die berufspolitischen, die sozialen und die fachlichen Belange der Branche fördernd mit und wirken auf die Umsetzung fairer Rahmenbedingungen in einer sich rapide ändernden Gesellschaft und Wirtschaft ein.
Dr. Michael Sachse, Herbert Körner
Geschäftsführender Vorstand